Ein Mann lässt bei einem Spaziergang in trister Novemberatmosphär sein bisheriges Leben Revue passieren, das von physischen und psychischen Belastungen geprägt ist. Dabei wird er von einem Auto erfasst und verliert bei dem Unfall sein Bewusstsein. Als er wieder erwacht, findet er sich im Jenseits wieder.

 

In dieser dramatischen und bewegenden Geschichte werden seine Erlebnisse und Erfahrungen in einer geheimnisvollen, virtuellen Dimension eindrucksvoll geschildert und dabei Einblicke in ein Leben nach dem Tod sowie Antworten auf Fragen nach dem Sinn des Lebens vermittelt.

 

Dem gleichen Thema habe ich auch eine humorvolle Abenteuergeschichte mit dem Titel "Erwin räumt im Jenseits auf" gewidmet.

Leseprobe

 

Ein strahlendes Licht in unendlich weiter Ferne schien ihn magisch anzuziehen. Er spürte, wie dieses Licht ihn durchdrang, seine Seele zu erwärmen begann und ihn mit Ruhe und Frieden erfüllte. Er verspürte keinerlei Schmerzen, alle Belastungen erschienen ihm wie ausgelöscht. Eine dunkle Ahnung beschlich ihn. War dieses Licht da, das Helligkeit, Wärme und Liebe gleichzeitig ausstrahlte, etwa das Wesen, das man Gott nennt? War er etwa tot? Es war ihm, als würde er sich mit rasender Geschwindigkeit durch einen dunklen Tunnel auf dieses Licht zu bewegen, das dennoch nicht näher zu kommen schien. Alles begann sich um ihn zu drehen und dann auf einmal ... Kein Licht mehr, keine Bewegung, kein Laut. Nur endlose Weite und Leere umgaben ihn. Wo war er? Er wusste es nicht. Verzweifelt suchend drehte er sich immer wieder in alle Richtungen. Nichts. Niemand. Der Raum um ihn herum war leer, endlos leer. Der Boden unter ihm, war da überhaupt ein Boden, von wabernden Nebelschwaden bedeckt. Er wusste nicht, was er tun sollte. Bleiben, oder Gehen? Aber wohin? Da war sie wieder, diese rastlose Unruhe in ihm. Er konnte nicht anders und ging einfach los. Aber in welche Richtung? Doch es gab keine Richtung, keine Orientierung. Nichts vor ihm, nichts hinter ihm, nichts neben ihm. Dennoch ging er los, ohne Ziel, einfach nur voran, Schritt für Schritt, einfach ins Leere, obwohl er Angst hatte, bei jedem Schritt in einen grenzenlosen Abgrund zu stürzen. Nackte Verzweiflung packte ihn, und so begann er zu laufen, erst langsam, dann immer schneller, in der Hoffnung, endlich eine Orientierung zu finden. Doch nichts, nichts außer Leere, endlose Leere. Erschöpft brach er schließlich zusammen.

Aus und vorbei, dachte er. So ist das also, das Ende. Nichts, einfach nur nichts. Was würde jetzt mit ihm geschehen? Musste er für immer in diesem Nichts bleiben? Aber war da nicht doch etwas, gar nicht weit vor ihm? Ein Weg vielleicht? Er ging darauf zu. Ja, da waren Konturen eines Weges zu erkennen. Endlich eine Orientierung, aber in welche Richtung sollte er gehen? Nach rechts, dahin, wo der Weg immer enger und steiler zu werden schien, oder nach links, immer breiter werdend und mit sanftem Gefälle? Er war einfach zu müde und wollte sich nicht mehr länger anstrengen. Und so ging er los, nach links, ohne darüber nachzudenken. Allmählich begann sich die Leere um ihn herum aufzulösen.

 

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171 kB

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Preis 1,01 €

 

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