In der Schöpfungsgeschichte wird darüber berichtet, wie der liebe Gott die Welt in sechs Tagen erschaffen und sich am siebten Tag von den Strapazen ausgeruht hat. Aber was geschah eigentlich am achten Tag und was hat das mit dem Saarland zu tun? In dieser wahrhaft unglaublichen Geschichte wird das Geheimnis gelüftet.

 Eine heitere und skurrile Geschichte mit 15 bunten Illustrationen.

 

Leseprobe


E

s war unverkennbar, den lieben Gott plagte die Langeweile. Ruhelos wanderte er vorm Himmelstor auf und ab, öffnete es, blickte hinaus, schüttelte den Kopf und schloss es schließlich wieder. Der Heilige Geist, der hoch über seinem Kopf schwebte, hörte ihn unverständliche Worte in seinen grauen Bart murmeln, sah, wie er die Stirn in Falten legte und sich dabei missmutig am Kopf kratzte. Nein, irgendwie wirkte der liebe Gott überhaupt nicht glücklich und zufrieden.

 „Was hast du denn bloß heute, geht es dir etwa nicht gut?“, rief er ihm zu und löste dabei einige Luftwirbel aus, die dem lieben Gott die Haare völlig zerzausten und ihm genervte Blicke desselben einhandelten.

 „Musst du denn immer so laut brüllen und damit diesen entsetzlichen Wind verursachen“, sagte er und strich sich die Haare mit beiden Händen glatt. „Ich habe dir mindestens schon tausendmal gesagt, dass du nicht so brüllen sollst.“

„Brüllen? Ich brülle doch nicht, aber mit dir muss man heutzutage einfach etwas lauter reden. Früher hast du jedenfalls viel besser gehört“, konterte der Heilige Geist und konnte sich ein Prusten dabei nicht verkneifen, was einen weiteren Wirbel auslöste und die Frisur des lieben Gottes erneut völlig durcheinanderbrachte.

„An meinem Gehör gibt es nicht das Geringste zu bemängeln, mein Lieber, du sollst bloß nicht immer so nuscheln. Komm einfach etwas näher zu mir, damit man dich besser verstehen kann“, erwiderte der liebe Gott und winkte den Heiligen Geist zu sich heran.

„Ich und nuscheln? Na hör mal ...“, brummte der und schwebte dabei etwas tiefer. „So, da bin ich, nun sag schon, was heute mit dir los ist.“

„Weißt du, irgendwie vermisse ich etwas, aber ich weiß selbst nicht so genau, was mir fehlt. Manchmal frage ich mich, wozu ich eigentlich da bin. Ich bin zwar Gott der Allmächtige, aber für was oder für wen? Es gibt nichts und niemanden außer dir und mir, und wenn ich zum Himmelstor hinausblicke, dann sehe ich nichts, nur endloses Nichts. Das schlägt mir einfach aufs Gemüt.“

 

„Mmh“, brummte der Heilige Geist, „eigentlich hast du recht. Nur wir beide bis in alle Ewigkeit hier im Himmel, nein, das macht auf Dauer wirklich keinen Spaß.“

„Tja, aber was könnten wir denn daran ändern? Hast du vielleicht eine Idee?“

„Ich? Äh ...“ Nachdenklich verdrehte der Heilige Geist die Augen. „Nein, eigentlich nicht.“

„Ja, aber wenn nicht du, wer dann? Du bist doch der Geist der Erleuchtung. Und dir will dazu nichts einfallen? Wirklich nichts?“ Man spürte bei diesen Worten die Enttäuschung förmlich mitschwingen.

„Es tut mir ja leid, dass ich momentan etwas ratlos bin. Lass uns doch einfach mal gemeinsam nachdenken, was wir vielleicht ändern könnten. Was stört dich denn eigentlich am meisten an unserem Dasein?“

Wieder blickte der liebe Gott nach oben, strich sich grübelnd durch den Bart und sprach: „Versteh mich jetzt bitte nicht falsch, aber mir fehlt einfach ein bisschen Abwechslung. Ich möchte gerne mal etwas anderes sehen oder hören, nicht immer nur dich, nicht immer so alleine sein mit dir im Himmel und um uns herum nur dieses Nichts.“

Der Heilige Geist nickte. „Im Grunde genommen geht es mir genau so. Aber was können wir bloß tun, um es zu ändern?“

Grübelnd hingen die beiden eine Weile ihren Gedanken nach.

„Also … ich hätte da vielleicht eine Idee“, sagte der Heilige Geist schließlich.

„Tatsächlich?" Der liebe Gott sah ihn erwartungsvoll an. „Und was schwebt dir da vor?"

 

Es geschah am achten Tag

eine himmlische Geschichte


ISBN: 9783732283804 

Preis 8,50 €

 

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Thalia

 

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